Ginkgobaum Aufzucht

Ginkgobaum (Luise, pixelio)
Ginkgobaum (Luise, pixelio)

Mit einem Alter von mindestens 250 Millionen Jahren ist der Ginkgobaum vermutlich der älteste Baum der Welt. Die traditionelle chinesische Medizin schwört auf dieses Bäumchen und seine besondere Heilkraft. Man schwört zwar noch nicht seit 250 Millionen Jahren, aber immerhin. Das westliche Interesse am Ginkgobaum war lange Zeit eher bescheiden. Es wuchs erst, wen wundert’s, nach militärisch überraschenden Leistungen des Gewächses: Der Baum überlebte den Abwurf der Atombombe über Hiroshima. So etwas weckt nahezu zwangsläufig Interesse. Ein Baum, der solch eine Zerstörungskraft überlebt, da muss man doch etwas mit anfangen können. Und tatsächlich: Wenn er auch militärisch weder aktiv noch passiv wirklich verwendungsfähig ist, seine Blätter helfen bei Alzheimer und Arteriosklerose.

Inhaltsstoffe und Wirkung des Ginkgobaumes

Die Inhaltsstoffe des Ginkgo biloba, so nennen ihn die Lateiner auf dieser Welt, beschleunigen die Fließeigenschaften des Blutes, schützen die Nervenzellen und bringen Tempo in die Zellregeneration. Darüber hinaus sollen arteriosklerotische Vorgänge in den Blutgefäßen vermindert werden. Die stärkere Durchblutung sorgt für mehr Sauerstoff in den Gehirnzellen, was wiederum die Gehirnleistungen erhöht. Allgemein wurde in der Medizin beobachtet, dass sich bei Patienten, die Ginkgo eingenommen hatten, eine bessere Gedächtnisleistung und Konzentrationsfähigkeit herausbildete. Gleichzeitig nahmen Aggressivität und Verwirrtheit ab. Die Pflanzensäure des Ginkgo-Extraktes kann allergische Reaktionen auslösen, daher enthält das in Europa verwendete Mittel keine Pflanzensäure mehr. Die Flavonoide, wichtig für den Cholesterinspiegel und mit gefäßstärkenden Wirkungen bleiben als Radikalenfänger jedoch erhalten. Sie sollen im Übrigen auch das Langzeitgedächtnis verbessern.

Ginkgo wird wegen der durchblutungsfördernden Eigenschaften in der Medizin überall dort eingesetzt, wo es darum geht, die Hirntätigkeit anzuregen. Das ist beispielsweise bei Konzentrationsschwäche, Altersdemenz, Vergesslichkeit und Ähnlichem der Fall. Eine schlechte Durchblutung des Gehirns kann auf Dauer zu Zerstörungen der Gehirnzellen führen, daher ist Ginkgo hierbei eine sehr hilfreiche Therapie, wie übrigens auch bei Tinnitus, wenn man auch in diesem Fall nicht so genau weiß, warum.

<h3>Ginkgobaum – Aufzucht</h3>

Für die erfolgreiche Aufzucht eines Ginkgobaum in den eigenen vier Wänden oder sogar im Garten sind neben einem guten Ginkgosamen die richtigen Blumentöpfe sowie Blumenerde, die zu einem Drittel aus Sand besteht, erforderlich. Das sorgt für Wasserdurchlässigkeit und verhindert Staunässe, die der Gingko verabscheut. Alternativ kann man kleine Steine, die man in jeder Zoohandlung bekommt, in den Topfboden legen. Nach etwa 8 Wochen keimen die ersten Samen, in dieser Zeit sollte man darauf achten, dass der Keimling die notwendige Wärme bekommt. So kann man ihn, beispielsweise tagsüber, an einen sonnigen Platz auf der Fensterbank platzieren und abends, wenn es kühler wird, umstellen.


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